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Die Geschichte der Schanzel-Zunft

Die Geschichte der Schanzel-Zunft…

Ähnlich, wie am Anfang der „Herr der Ringe“-Trilogie beschrieben, sagten sich die Gründer unseres Vereins am Fasnet-Zieschtig des Jahres 1978

„Die Fasnet ist im Wandel,
Wir fühlen es im Wasser,
wir spüren es in der Erde,
wir riechen es in der Luft.

Vieles, was einst war, ist verloren,
da niemand mehr da ist, der sich erinnert.“

Ihrer Meinung nach musste man der Villinger Fasnet ein neues Gesicht geben. Ein Gesicht, welches der Gegend um Villingen herum, nämlich dem Schwarzwald, entspricht. Sie waren sich damals wie auch zum Teil noch heute einig, dass die Villinger Fasnet immer mehr zum Karneval tendiere und dagegen etwas getan werden müsse.

Doch was? Als allererstes, so sagten sich Karl und Adelheid Hertkorn, Karin und Erwin Fischer, Klaus Richter, Peter Torlopp und Siegfried Sauter, müsse eine Scheme entworfen werden. Denn ohne Scheme kein Gesicht, ohne Gesicht kein Häs (nicht mal die Vorstellung eines dazu passendenden Häses ) und ohne Häs kein Verein…

Mit einem aus Knetmasse geformten Muster begab sich also nach langem Hin und Her Karl Hertkorn zu einem ihm bekannten Holzschnitzer, um eine erste Scheme aus echtem Holz erstellen zu lassen. Als die Scheme bereits kurze Zeit später fertig war, entstand gleich ein neues Problem…
Sie hatten noch keinen Namen für einen Verein.

Nun gut… Man beschloss, dass sich jeder Gedanken machen und verschiedene Vorschläge notieren solle, sodass man anschließend in gemeinsamer Runde den besten Vorschlag als Vereinsname wählen könne.

Am 23. Oktober desselben Jahres wurde dann die Gründungsversammlung abgehalten, die zum einen die Wahl der Vorstandschaft, bestehend aus

1. Zunftmeister Siegfried Sauter
2. Zunftmeister Erwin Fischer
Schatzmeister Erwin Fischer
Schriftführerin Karin Fischer,

als auch die Diskussion um den Vereinsnamen beinhaltete. Nach langer Diskussion entschied man sich letztendlich für den Namen „Schanzel-Zunft“ (die Begründung kann der Häsbeschreibung entnommen werden).

Im Januar 1979 wurde die Schanzel-Zunft dann offiziell ins Vereinsregister eingetragen. Zwischenzeitlich wurde auch ein Schnitzer ausfindig gemacht, der die Scheme zu einem günstigeren Preis herstellte, sie allerdings nicht bemalte. Um der Maske Farbe zu verleihen, wurde Ralf Dederich ausgemacht, ein damaliges Ratsmitglied der Glonki-Gilde Villingen.

Rechtzeitig zur Fasnet 1979 waren neun Häser komplett fertiggestellt. Da eine Anmeldung für die Villinger Umzüge allerdings immer bis zum Spätherbst des vorherigen Jahres erfolgen musste, war ein Auftreten in Villingen leider nicht mehr möglich.
Durch Zufall ergab es sich aber, dass der Verein beim Narrentreffen der Schwarzwälder Narrenvereinigung (SNV) in Donaueschingen-Pfohren mitlaufen durfte.
Der Fasnet-Mentig wurde anschließend in Brigachtal-Klengen verbracht.

Der Beifall der Zuschauer war enorm, egal, wo die Schanzel sich sehen ließen. Denn Karbatsche schlagen mit aufgesetzter Scheme war zum damaligen Zeitpunkt eine Seltenheit. Und ist es übrigens heute noch.

Nach mehreren Versammlungen war die Anzahl der Hästräger schon auf 18 gestiegen.
1980 wurde die Schanzel-Zunft zum Narrentreffen der SNV in Rötenbach eingeladen. Ab diesem Zeitpunkt versäumte die Zunft kein einziges Treffen der Schwarzwälder Narrenvereinigung mehr. Eine Woche danach stellte man sein Können beim Fuhrmannstag in Dittishausen unter Beweis, beim sogenannten „Wettklöpfen“. Der darauffolgende Fasnet-Sunntig wurde in VS-Schwenningen auf dem großen Umzug verbracht, wo man ebenfalls sehr viel Applaus erntete. Am 18. Februar 1980, dem Fasnet-Zieschtig, folgte dann endlich die Teilnahme am großen Umzug in Villingen. Der erste Auftritt innerhalb der eigenen Stadtmauern…

Im Herbst 1985 stellte die Schanzel-Zunft e.V. Villingen 1978 den Antrag zur Aufnahme in die Schwarzwälder Narrenvereinigung. Beim Herbstkonvent des darauffolgenden Jahres wurde sie dann als Gastzunft aufgenommen. Patenzunft war die Narrenzunft Fischbach 1973 e.V. Man hoffte seinerzeit auf eine baldige Aufnahme als Vollmitglied der Vereinigung, um somit einen weiteren Meilenstein in der Vereinshistorie zu erreichen.

Das zehnjährige Jubiläum wurde am 22. Oktober 1988 mit vielen geladenen Gästen gefeiert. Zunftmeister Siegfried Sauter wurde mit einer von den Mitgliedern gestifteten Fahne überrascht, welche auch heute noch an den Umzügen vorausgetragen wird. Der Abend wurde mit einem kleinen Programm und dem Schwingen des Tanzbeins bis in die frühen Morgenstunden verbracht.

1990 dann entschied die Schwarzwälder Narrenvereinigung, nach einer sehr verregneten Fasnet, beim Herbstkonvent in Waldhausen/Bräunlingen, die Schanzel-Zunft als Vollmitglied aufzunehmen.

Am 6. Januar 1993 wurden gleich 17 neue Mitglieder zu aktiven Hästrägern getauft. Am Abend desselben Tages erhielt der nun ehemalige Vorstand Siegfried Sauter den bronzenen Verbandsorden der SNV und wurde außerdem von seinem Nachfolger Harald Schmotz zum Ehrenzunftmeister der Schanzel-Zunft ernannt.

Nach internen Problemen reduzierte sich in den frühen 90er Jahren die Mitgliederzahl. Nachdem diese Probleme beigelegt waren, stabilisierte sich das Fundament des Vereins gegen Mitte/Ende der 90er Jahre wieder.

1997 wurde man zum großen Fasnet-Sunntig-Umzug in Konstanz eingeladen, bei welchem man bei strahlendem Sonnenschein und mit rund 45 Hästrägern unter Zunftmeister Harald Spiegelhalter mitlief.

1998 hatte man erneut die Ehre in Konstanz mitlaufen zu dürfen; diesmal allerdings beim „Butzenlauf“, welcher immer am Mittwoch vor dem Schmotzigen als Nachtumzug stattfindet.

Kurz vor der Jahrtausendwende entschied sich ein Teil der Mitglieder, die Taufe für die
Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wohlwissentlich, dass hier etwas mehr Spektakel
nötig wäre (siehe auch „Schanzel-Taufe“).

2002 war die Schanzel-Zunft Ausrichter des Herbstkonvents der Schwarzwälder Narrenvereinigung, welcher in der damals neu errichteten „Neuen Tonhalle“ in Villingen mit ca. 600 Gästen der SNV stattfand. Der Herbstkonvent war bis dato die größte Veranstaltung der SZV. Es war zugleich die erste Veranstaltung, bei der man die Taufe der Neumitglieder vor einem so großen Publikum abhielt.

Ein weiterer Höhepunkt in der Vereinshistorie ergab sich 2012. Man erhielt den Zuschlag, nach dem Ausscheiden eines anderen Vereins, ab dem nächsten Jahr das Sommerfest am Villinger Walkebuck Festgelände austragen zu dürfen. Der vorherige Standort des Sommerfestes am Villinger Aussichtsturm wurde somit aufgegeben. Da zeigte sich dann auch, dass die Schanzel-Zunft nicht nur Fasnet, sondern auch Sommer(-feste) kann (siehe auch „Sommerfest“).

Im Jahr 2018, zum vierzigjährigen Jubiläum erhielt die Schanzel-Zunft nach langen Verhandlungen die Freigabe, die Taufe der Neumitglieder innerhalb der Stadtmauern, genauer gesagt im Gemeindezentrum Münster, kurz Münsterzentrum, zu feiern. Ein weiterer Erfolg in der Geschichte des Vereins war erreicht!

Im Zuge der Jubiläumstaufe wurden acht Neumitglieder und ein aus der Jugend aufsteigender Schanzel (≥ 16 Jahre) getauft. Auch für das kommende Jahr gibt es bereits Anwärter, so dass die Zunft der in der Satzung festgelegten Höchstgrenze von 100 aktiven Hästrägern immer näherkommt.

In diesem Sinne, auf die nächsten 40 Jahre…

Ein dreifach-kräftiges

Schanzel – Hoo

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