
Der
Begriff "Schanzel" ist eine Wortschöpfung. Er ist abgeleitet von sich
"verschanzen". Die Hästräger verschanzen sich hinter Holzschemen und
Flecklehäs vor dem Winter, den es letztlich auszutreiben gilt. Manche
meinen, die Maske des Schanzel sei eine Mischung aus Teufelsfratze und
Hexenlarve. Sie ist eine reine Fantasiegestalt des Holzbildhauers Franz Lang
aus Elzach. Die markanten Gesichtszüge mit ihren tiefen Furchen und der
betonten Nase lassen eher an ein derbes Schwarzwälder Bauerngesicht denken.
Das hämische Grinsen verleiht der Scheme dämonische Züge. Das schwarze
Flecklehäs soll den Winter symbolisieren. Das Rot als Farbkontrast erinnert
den Betrachter an die Feuersglut, mit welcher der Schnee zum schmelzen
gebracht werden soll. Mit dem Schnellen der Karbatschen wird der Winter
ausgetrieben. Der helle Klang der silbrigen Glocken begrüßt den
herannahenden Frühling.